29/30.08.2026 Deutsche Mehrkampfmeisterschaften in Hannover


Justus Suhr mit starkem Zehnkampf - Mia Brungart verletzungsbedingt  gebeutelt



Von Freitag bis Sonntag fanden im Erika-Fisch-Stadion in Hannover die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt.

Bekanntlich hatten sich mit Mia Brungart (W15) und Justus Suhr (U20) zwei LG Athleten qualifiziert.

Für beide begann der Mehrkampf am Freitag.


Justus war von 38 qualifizierten Athleten mit seiner Vorleistung auf Platz 25 der gemeldeten Teilnehmerliste.

 Er startete gleich gut in den Zehnkampf und mit 11,69sec. über 100m stellte er eine neue persönliche Bestleistung (p. B.) auf.

Im anschließenden Weitsprung konnte er mit den erzielten 6,28m zufrieden sein.

Beim Kugelstoßen mussten sich die Athleten auf den Regen einstellen. Der Ring war sehr glatt. Mit 12,35m erzielte er für den Zehnkampf eine gute Weite.

Der Regen ließ glücklicherweise zum Hochsprung nach. Bis 1,80m hatte Justus eine weiße Weste - also keinen Fehlversuch. Bis dahin war er auch sehr sicher unterwegs.

Doch bei der anschließenden Höhe von 1,83m ging es dann leider nicht mehr höher. 

Der Zehnkampf am ersten Tag wird mit dem 400m Lauf beendet. Hier konnte Justus in 53,19sec eine neue p. B. aufstellen.

Fazit nach dem ersten Tag: Justus lag auf 6000 Punkte Kurs - was das ausgegebene Ziel von Coach und Vater Michael war.

Der Samstag begann dann mit den 110m Hürden. Die Startzeit war um 12:00 mittags - ein für Mehrkämpfer später Beginn.

So war Justus aber ausgeschlafen und in sehr guten 15,78sec starte er fröhlich in den zweiten Tag.

Beim Diskuswurf hatten die Athleten Probleme mit dem glatten Ring (ohne Regen). Justus hatte gleich im ersten Versuch mit 37,04m eine gute gültige Weite stehen.

Weiter ging dann nicht mehr. Es folgte der Stabhochsprung - hier trainiert Justus bei Klaus Rohloff (Holzminden), der auch das Coaching übernahm.

Mit übersprungenen 3,90m gelang ihm eine neue p. B. und er nähert sich immer mehr an die 4 m Marke.

Beim Speerwurf hat Justus derzeit die größte Baustelle. Tritt ein Fehler auf, folgen gleich mehrere hinterher... das ist so beim Speerwerfen.

Mit 39,65m blieb er unter seinen Möglichkeiten.

Der Zehnkampf endet mit dem 1500m Lauf. Justus ging das Rennen beherzt an (die erste Runde war etwas zu schnell), kämpfte und quälte sich in 5:11,51min ins Ziel.

Am Ende erzielte Justus 6174 Punkte (p. B)  und belegte einen tollen 13. Platz von 35 angetretenen Zehnkämpfern.

Somit war das erklärte Ziel erreicht - die 6000 Pkt zu knacken.


Weniger gut waren die Voraussetzungen für Mia Brungart (W15). Mit ihrer Quali Leistung lag sei auf Platz drei von 26 gemeldeten Teilnehmerinnen.

Doch leider machte eine am 23.07. erlittene Verletzung (Zerrung am Sprungbein verursacht durch einen Sturz) einen Strich durch Vorbereitung auf diese DM.

Dreieinhalb Wochen konnte Mia kein Sprint/Sprungtraining absolvieren. Bis eine Woche vor der DM stand nicht fest, ob sie überhaupt an den Start gehen konnte.

Erst am vergangenen Dienstag konnte sie eine Hochsprungeinheit schmerzfrei absolvieren.

Das waren natürlich keine guten Vorzeichen - und so ging sie zwar schmerzfrei, aber mit erheblichen Trainingsrückstand - und ohne Ambitionen in diese Meisterschaft.

Der Siebenkampf beginnt mit den 80m Hürden. Von allen Teilnehmern erzielte sie in 11,95sec die zweitbeste Zeit (ihre p. B. liegt bei 11,56sec).

Im Hochsprung war sie schmerzfrei und übersprang 1,58m (p. B. hier 1,64).

Beim Kugelstoßen hatte sie Probleme, das lief nicht so gut - 10,48m war dann nicht die erhoffte Weite von über 11m.

Der erste Tag endete mit dem 100m Sprint. Mit 12,97sec (p. B. 12,56) mehr war hier leider nicht möglich unter den genannten Vorzeichen.

Aber den ersten Tag beendete sie immerhin auf Platz 4.

Der zweite Tag begann um 9:20 mit dem Weitsprung. Mit 5,08m war das eine gute Weite, die sie sogar auf Platz drei brachte.

Da die Mädels alle sehr dicht zusammen liegen, war klar, dass sich das nach dem Speerwerfen verändern würde.

Eine Disziplin, die sie gar nicht mag. Dann kam noch hinzu, dass ihr erster Wurf (so ca 27m)  ungültig gegeben wurde - was sehr grenzwertig war, im Vergleich zu anderen vergleichbaren Würfen anderer Athletinnen. Mit 23,41m war sie natürlich enttäuscht.

Über die 800m gab Mia noch mal alles, kämpfte und kam in 2:47,72min ins Ziel.

Mia belegte wie Justus Platz 13 mit 3626 Pkt (Quali Punktzahl war 3751) von 25 Siebenkämpferinnen.

Mehr war leider bei diesen Deutschen für Mia nicht möglich.


Fotos

Mathias Abromeit

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