Mara Zielonka springt aufs Treppchen


Mara mit Ulrike Nasse-Meyfarth
Auf der Fritz-Jacobi-Sportanlage in Leverkusen  fand der Hochsprung Schülercup des DLV für die U16 Schüler statt. Um an diesem Wettkampf teilzunehmen war eine Qualifikationshöhe von 1,65m erforderlich. Auf Grund der tollen Entwicklung von Mara Zielonka in diesem Jahr hat Landestrainerin Astrid Frdebold-Onnen – Uwe Beerberg diese Veranstaltung  empfohlen – „das ist doch was für Mara“.
Mit dieser Veranstaltung verbunden wurde auch eine Trainerfortbildung mit der Bundestrainerin im Hochsprung, Brigitte Kurschilgen, angeboten.  Diese Chance nahmen die beiden Trainer, Mark Düwel und Uwe Beerberg wahr und konnten eine Menge Trainingselemente mitnehmen, auf dies sich die Athleten demnächst  freuen dürfen.

Der Wettkampf wurde  von der für den männl. Nachwuchs im Hochsprung zuständigen Bundestrainerin, Sophia Sagonas und Dank der tatkräftigen Unterstützung des TSV Bayer Leverkusen toll organisiert.

Eine professionelle Veranstaltung mit familiären Charakter. Jungen und Mädchen sprangen auf einer Anlage immer im Wechsel, eingerahmt von den Trainern, Eltern und Freunde der Leichtathletik. Bei idealen Witterungsbedingungen (Dietmar Mögenburg: „früher haben wir gesagt, dass ist Weltrekord-Wetter“) ging es hoch hinaus. Okay, ganz so hoch ging es nicht. Aber das Niveau war schon gut bei den Mädels und Jungen.

Acht Mädchen gingen an den Start. Unter ihnen auch die führende in Deutschland bei den W15 Sabrina Gehrung (LG Filder) mit einer Bestleistung von 1,80m und Svea Knoop (TSV Bremervörde) Bestl. 1,77m

Mara ist mit einer Bestleistung von 1,72 angereist.

Erstmals stieg sie in einen Wettkampf bei 1,55m ein – und bis 1,67m nahm sie alle Höhen im ersten Versuch und liegt zu diesem Zeitpunkt in Führung. Etwas schwer kam Sabrina Gehrung in den Wettkampf – Svea Knoop musst schon früh die Segel streichen – und damit war Mara beste Niedersächsin -  und hatte bis dato Svea auch noch nie bezwingen können. Dies war sehr gut für den Kopf, zu wissen, dass man an einem guten Tag auch den scheinbar unerreichbaren Paroli bieten kann.

Bei 1,70m scheiterte Mara dann sehr knapp. Es waren alles sehr gute Sprünge und es hat auch nur ein kleines Quäntchen Glück gefehlt- dann wäre sogar der Sieg drin gewesen.

S. Gehrung und Sophie Frank (Arnstadt) übersprangen die 1,70m im 2. Versuch – bei der nächsten Höhe von 1,73m war aber auch  für sie Schluss.  So siegte Frank vor Gehrung und vor Mara.

Ein tolles Ergebnis, was auch von den anderen Trainern bescheinigt wurde – war sie technisch doch eine der stärksten Springerinnen. Die anschl. Siegerehrung nahm die zweimalige Olympiasiegerin im Hochsprung Ulrike Nasse-Meyfarth vor.

Auch die Ex- LG Athletin Cathleen Tschirch ließ es sich nicht nehmen und schaute vorbei, freute sich „alte“ Freunde wieder zu treffen und freute sich natürlich über  Mara s Erfolg. Anschließend fuhren der LG-Tross mit Cathleen noch an den Rhein und plauderten über eine schöne Zeit, die sie in der LG hatte und an der sie immer gern zurückdenkt.

von Uwe

So richtig schwer haben es die Verantwortlichen der LG Weserbergland Deborah Brodersen bei ihrer Abschiedsgala im Hamelner Weserberglandstadion nicht gemacht.


Bei einem Werferabend zusammen mit ihrer Trainerin, Sport-, Trainingskameraden und Freunden durfte sie ein letztes mal zeigen,

... das war er dann, Debbies "vorletzter" Speerwurf !
dass sie im Wurf und Stoß noch einiges drauf hat. Dabei gab es während der Wettkämpfe im Diskuswurf, Kugelstoßen und beim abschließenden von Debbie so geliebten Speerwurf viel Spaß und bei der abschließenden Verabschiedung durch durch die Vertreter des KSB, des NLV-Kreises, der LG Weserbergland, des ESV Eintracht Hameln und ihrer Landestrainerin und Trainingsgruppe  doch die Erkenntnis, dass dies das Ende einer schönen, erfolgreichen, allerdings viel zu kurzen Karriere für Debbie war.

„Deborah, warum beenden Sie mit 19 Ihre Karriere?“

Brodersen galt als das hoffnungsvollste Talent der LG Weserbergland – doch Verletzungen warfen sie immer wieder zurück

Deborah, die Entscheidung, Ihre Karriere zu beenden, ist Ihnen bestimmt nicht leichtgefallen, oder?
Ja, das stimmt. Das ist mir wirklich nicht leichtgefallen.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, mit gerade einmal 19 Jahren ihre noch junge Leichtathletik-Karriere schon wieder zu beenden?
Ich war die vergangenen beiden Jahre fast nur noch verletzt. Erst hatte ich einen Ermüdungsbruch, dann einen Meniskusriss. Und dann immer noch sehr viel Kleinkram zwischendurch. Und immer, wenn ich wieder angefangen hatte und im Training die Intensität erhöht wurde, gab es den nächsten Rückschlag.


Wie groß ist die Enttäuschung, wenn man nach Verletzungen alles versucht, um wieder fit zu werden – und dann doch wieder kurz vor dem Ziel zurückgeworfen wird?
Das ist schon sehr frustrierend, auf jeden Fall. Ich habe mich immer wieder herangekämpft und dann kam oft gleich der nächste Rückschlag. Das fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Diese Zeit ist für mich nicht einfach gewesen. Aber wenn meine Gesundheit nicht mitspielt, dann geht es halt nicht.

Sie haben bestimmt lange gegrübelt, bis Sie sich dazu durchgerungen haben, ihre Leichtathletik-Karriere zu beenden, oder?
Das kann man so sagen. Ich habe sowohl mit Eva Rapp, der Bundestrainerin, gesprochen als auch mit Trixi (Landestrainerin Beatrix Mau-Repnack, Anm. d. Red.), die mich in Hannover trainiert. Auch mit meiner Mutter habe ich sehr viel darüber geredet. Und dann die Entscheidung getroffen.

Gab es für Sie einen Moment, in dem für Sie feststand: Jetzt ist Schluss?
Nach der Geschichte mit dem Meniskusriss war schon fraglich, ob ich weitermache. Kurz nach dem Mehrkampf-Meeting in Bernhausen, wo ich wieder Verletzungsprobleme hatte und den Siebenkampf dort vorzeitig abbrechen musste, ist die Entscheidung im Prinzip mehr oder weniger gefallen.

Sie waren Deutsche Schülermeisterin, bei zwei Junioren-Weltmeisterschaften dabei und galten als das hoffnungsvollste Talent der LG Weserbergland. Sie haben sogar von den Olympischen Spielen in London geträumt…
Ich hatte als Sportlerin immer ehrgeizige Ziele und auch jahrelang einiges dafür getan, um diese auch zu verwirklichen. Mit 15 bin ich schon von zu Hause ausgezogen, um in Hannover das Sportinternat besuchen zu können. Der Aufwand war schon groß, aber im Endeffekt hat es nicht sollen sein. Das ist zwar schon ein bisschen bitter, aber inzwischen gucke ich auf die schönen Zeiten zurück, die ich hatte. Es können halt nicht alle schaffen, bei Olympia dabei zu sein. Wenn der Körper nicht mitmacht, dann ist das halt so. Es ist schade, aber nicht zu ändern.

Ist es so, dass Ihr Körper die hohen Belastungen des Leistungssports einfach nicht verträgt?
Das ist mehr oder weniger für mich die einzige Erklärung. Andere halten die Belastungen aus, mein Körper nicht. Das ist leider so.

In Ihrer Leichtathletik- Karriere gab es aber nicht nur Rückschläge, sondern auch schöne Momente.
Ja, total viele. Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich mit 12 in Stadthagen das erste Mal über fünf Meter gesprungen bin. Auch als ich mit 14 meinen ersten Deutschen Meistertitel im Siebenkampf gewonnen habe. Und auch meine beiden WM-Teilnahmen bei der U18 und U20 sind unvergessliche Erlebnisse. Wenn man die letzten beiden Jahre ausklammert, war es eigentlich eine schöne Zeit, in der ich viel Spaß hatte und auch viele schöne Momente erlebt habe.

Im Hamelner Weserberglandstadion werden Sie am Freitag Ihren letzten Wettkampf bestreiten. Kribbelt es schon im Bauch?
Ich freue mich riesig darauf. Es ist eine nette Geste, dass Uwe und Manni (Uwe Beerberg und Manfred Scholz, Anm. d. Red.) diesen Wettkampf extra für mich organisiert haben. Ich werde meinen Spaß haben, viel erwarten darf man beim Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf von mir aber nicht, weil ich nicht mehr so viel trainiert habe. Geworfen habe ich eigentlich immer gerne, solange es nicht der Speer war (lacht). Es wird ein schöner Abschluss, weil viele Freunde von mir dabei sein werden, mit denen ich auch im Training sehr viel Zeit verbracht habe.

Deborah, ich bedanke mich für das Gespräch, wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft – und vor allem Gesundheit.

Hinweis: Ihren letzten Wettkampf bestreitet Deborah Brodersen am Freitag (16.30 Uhr) im Hamelner Weserberglandstadion.

Sie träumte von Olympia in London, aber ihr Traum platzte. Verletzungen warfen Deborah Brodersen in den vergangenen beiden Jahren immer wieder zurück. Jetzt hat sich das wohl hoffnungsvollste Talent der LG Weserbergland dazu entschlossen, ihre Sportkarriere zu beenden – mit gerade einmal 19 Jahren. Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan gab sie zum Abschied noch ein Interview.

Quelle : Dewezet

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