Hi Uwe,
also wie versprochen hier mal ein kleiner Bericht aus den USA bzw. eine Zusammenfassung was so alles passiert ist, seit ich aufgehört habe. Bin im Oktober 2012 ja erstmal nach Leipzig gegangen und habe angefangen Jura zu studieren und hab nebenbei Fußball gespielt. Hab dann allerdings recht schnell ein Kribbeln in den Füßen bekommen und hab dann angefangen einmal die Woche mit einer Freundin, die Sport studiert, mich zu treffen und dann haben wir zusammen trainiert.
Aber alles aus Spaß und Studium und Fußball standen im Mittelpunkt. Allerdings habe ich relativ früh gemerkt, dass Jura der komplett falsche Studiengang für mich war und hab dann angefangen Alternativen zu suchen. Alternativen waren Sportmanagement oder Wirtschaftsmathematik, in Leipzig bis ich dann Anfang des Jahres 2013 via Facebook eine Anfrage aus den USA erhielt, ob ich nicht in Tiffin (Ohio) studieren möchte mit einem Sportstipendium. Nachdem die Trainer kein Problem damit hatten, dass ich gar nicht mehr aktiv war bzw. Fußball gespielt habe und ich eh wieder mehr Leichtathletik machen wollte, hatte das ganz gut gepasst. Noch dazu hatte die Uni Sportmanagement im Angebot und das Programm gilt auch als ganz gut.
Dazu kommt, dass die Uni in Division 2 startet, was etwas entspannter ist als Division 1 und der Druck für mich nicht so groß ist meine Leistungen zu verbessern. Noch dazu war das die 2. Chance in den USA zu studieren und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Nachdem also die Entscheidung getroffen war, musste der ganze Papierkram fertiggemacht werden (Startberechtigung, Visa, etc.). Nach einem Abschiedsabend mit Familie und Freunden ging es dann letzten August (am 18.8.2013 um genau zu sein) los. Am Flughafen wurde ich abgeholt und hab dann direkt am Abend noch das gesamte Trainerteam kennengelernt, die mich alle sehr freundlich empfangen haben. In den nächsten Tagen hab ich dann gegen den Jetlag gekämpft und hatte Orientation an der Uni und habe nach und nach mehr Leute aus dem Team kennengelernt. Ende August fing dann das Training an mit Conditioning, wo 2 mal die Woche das gesamte Team zusammen Zirkeltraining absolviert hat und man sich untereinander kennenlernte.
Das erste Semester an der Uni war mit allgmeineren Kursen wie Englisch und Mathe bisher recht entspannt. Im 2. Semester, das grade angefangen hat, scheint es aber deutlich anspruchsvoller zu werden und mit Kursen wie Intro to Sports & Recreation Management und Intro to Marketing geht dann auch mehr in meine Studienrichtung. Diesen Samstag steht der erste Wettkampf an (wahrscheinlich 60m Hürde, Weit und Kugel), irgendwann im Februar dann
der erste Mehrkampf. Anders als in Deutschland wird das ganze als Teamevent gesehen und man sammelt je nach Platzierung in den einzelnen Disziplinen Punkte für die Uni und am Ende gibt es dann eine Teamwertung. Diese Teamwertung ist für die Uni sehr wichtig, und unser Team hat dieses Jahr gute Chancen die Conference zu gewinnen oder um den Sieg zu kämpfen. Die Nationals, die im März liegen sind dann eher individuell, auch wenn es dort ebenfalls eine Teamwertung gibt, bei der wir als kleine Uni aber eher keine Chance haben, da sich nicht genügend Leute qualifizieren. Was auch deutlich anders ist, ist das es einen fließenden Übergang gibt von Hallensaison zu Outdoor-season, da diese nur bis Anfang Mai geht bzw. mit Nationals bis Mitte Mai.
Danach bin ich dann in den Ferien bis Mitte/Ende August in Deutschland und werde evtl. noch 1-2 kleinere Starts (Stadthagen wahrscheinlich) einbauen und den Rest der Zeit faullenzen. Glaube, dass mir meine Auszeit ziemlich gut getan hat, da ich seitdem mit einer anderen Einstellung an die ganze Sache rangehe und auch wieder Spaß an dem habe, was ich mache und das ist mir das wichtigste.
LG
Debbie
