Die Sprintkönige des Nordens

Nominiert als Mannschaft des Jahres: Die Männer-Staffel der LG Weserbergland


v.links: Kai Ingwersen, Etienne Diatta, Stefan Loschan, Joachim Peest und Toni Pscherer


Viel haben sie in diesem Jahr erreicht. Doch einen Traum erfüllten sich die Sprinter der LG Weserbergland in diesem Jahr noch nicht. „Wir wollen schneller sein als die US-amerikanischen Frauen bei ihrem Weltrekord im vergangenen Jahr“, sagte Trainer Werner Scharf mit einem Augenzwinkern. Jene 40,82 Sekunden des 4 x 100-Meter-Quartetts waren für die vier Hamelner jedoch noch zu schnell.

Doch die anderen Träume erfüllten sich Stephan Loschan, Kai Ingwersen, Toni Pscherer und Etienne Diatta: Landesmeister, Norddeutscher Meister und die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft lautete die Erfolgsbilanz der vier Sprinter, die auch in der 100-Meter-Einzelbestenliste allesamt unter den Top 12 in Niedersachsen liegen.

Aber sie konnten auch einstecken. Als Anfang des Jahres bei der niedersächsischen Hallenmeisterschaft das 4 x 200-Meter-Quartett der LG Unterlüß trotz eines von den Kampfrichtern nicht bemerkten Wechselfehlers Meister wurde, zeigte der Coach Größe. „Klar habe ich mich zunächst aufgeregt. Aber es war eine Tatsachenentscheidung. Und wenn wir unsere Stabübergabe besser hingekriegt hätten, wären wir sportlich Erster geworden. So haben wir es selber verbockt.“

Diesen Fauxpas korrigierten die LGW-Männer in der Freiluftsaison. Nach dem eindeutigen Sieg auf Landesebene holten sie in Berlin auch den Nord-DM-Titel. „Mit sehr großem Vorsprung. Nur geben die Sprinter dann nicht wirklich alles. Das geht nur, wenn direkt daneben noch einer läuft“, erklärte der Trainer die 41,30 Sekunden aus Berlin. Der Coup mit der 40er Zeit sollte bei der DM folgen.

Doch in Ulm machte ein verstolperter erster Wechsel den Traum von der Zeit unter dem Frauen-Weltrekord zunichte. Doch Rang zwölf in 41,54 Sekunden war dennoch stark. „In diesem Jahr waren es extrem viele Staffeln. Noch vor fünf, sechs Jahren wären wir mit unseren diesjährigen Zeiten um Bronze gelaufen“, recherchierte der Coach. Doch da alle Läufer der LG Weserbergland weiterhin treu bleiben, steht der neuerlichen Rekord-Jagd nichts im Wege. mha

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