Nominiert als Mannschaft des Jahres: Das Siebenkampf-Trio der LG Weserbergland
Siege zu feiern ist schön, erst recht, wenn sie unverhofft kommen. Und deshalb konnten die jungen Siebenkampf-Damen der LG Weserbergland ganz besonders feiern. Ihr doppelter Titel bei der Landes- sowie norddeutschen Meisterschaft der Mehrkämpfer in Langen war alles andere als erwartet gewesen. Doch das U-18-Trio Mara Zielonka, Laura Janosch und Jana Beerberg überraschte sich, Trainer Uwe Beerberg und vor allem die Favoriten aus Braunschweig und Berlin. Eigentlich hatten die Weserbergländerinnen ihr Augenmerk auf den Vierkampf am ersten Tag gelegt.
Doch um dort in der Mannschaftswertung mitzuspielen, war ein Quintett nötig. Und nach dem Ausfall von Laura Roesner und Josephine Rohmann waren es nur noch drei. Doch auch wenn mit Trainer-Tochter Jana Beerberg eine U 16-Athletin ins Team aufrückte und die Chancen eher minimal schienen, zeigte das Trio, was mit echtem Teamgedanken zu leisten ist. „Da hat jede die andere angefeuert, geherzt und mitgelitten“, so Beerberg. Als nach dem ersten Tag die knappe Führung in der Siebenkampf-Team-Wertung vor Braunschweig und Berlin offiziell bekanntgegeben wurde, wirkte das wie eine weitere Motivationsdosis, die bis in den zweiten Tag anhielt.
Um jeden Zentimeter im Weitsprung wurde gekämpft, die noch nie erreichten 35 Meter von Janosch im Speerwurf bejubelt. Doch die Entscheidung fiel erst im von den Mehrkämpferinnen ungeliebten 800-Meter-Lauf. Der Kampf gegen Rivalinnen, Uhren und den inneren Schweinehund erreichte den Höhepunkt. „Die haben nur noch den Kopf ausgeschaltet und sind wahnsinnig toll gerannt“, lobte der Trainer. Nach bangen Minuten des Wartens und Ausrechnens stand fest: Das LGW-Trio ist niedersächsischer und norddeutscher Meister. Mit 12472 Punkten lag das Trio knapp vor Braunschweig (12304). Der Jubel war unbeschreiblich groß. Da störte es auch nicht, dass bei der Punktzahl läppische 28 Zähler fehlten, um auch noch die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft zu schaffen. „An die hatten wir nicht mal annähernd gedacht. Das wäre auch zu viel des Guten gewesen.“ mha
Quelle : Dewezet
