Beerberg: „Bei den Wechseln ist noch Luft drin“
Jugend-DM: LGW-Staffel verpasst Finale
Rostock. Das Abenteuer DM ist beendet. Und die Nachwuchs-Sprinterinnen der LG Weserbergland konnten das Rostocker Stadion an der Kopernikusstraße nach dem Ausscheiden im 4x100-Meter-Vorlauf mit erhobenem Kopf verlassen. Bei der deutschen Jugend-Meisterschaft lief das Quartett in 49,80 Sekunden seine zweitbeste Zeit des Jahres – nur bei der DM-Qualifikation in 49,36 Sekunden waren die LGW-Staffel besser gewesen.
Für Doreen Dehne, Mara Zielonka, Maja Trivuncic und Josephine Rohmann reichte es aber wie erwartet nicht, um ins Finale vorzustoßen. Selbst die eigene Bestzeit wäre etwas zu langsam gewesen: „Wir waren aber immerhin 20. der 25 Quartette. Nur vier Plätze besser und wir wären sogar ins B-Finale gekommen“, sagte Trainer Uwe Beerberg. Doch die Nervosität war schon etwas größer als bei irgendwelchen Landesmeisterschaften. „Vor dem Lauf der Call-Room, Kontrolle von Spikes und Trinkflaschen – das ist schon was anderes“, meinte Beerberg. Nur Mara Zielonka, in punkto DM-Teilnahmen schon ein alter Hase, gab sich gelassen. Erst kurz vor dem Lauf kam die Nervosität. Nachdem Zielonka den Staffelstab von Dehne übernommen hatte und rund zwölf Sekunden später an Trivuncic weitergegeben hatte, war die Anspannung aber vorbei.
„Man ist immer froh, wenn der Stab nicht runtergefallen ist“, sagte Zielonka. Als auch der letzte Wechsel auf Rohmann geklappt hatte und diese im Ziel ankam, waren alle zufrieden. „Sicher war bei allen Wechseln noch etwas Luft drin, aber mit diesem Auftritt kann ich sehr zufrieden sein – besonders da drei noch der U-18-Klasse angehören und es für zwei auch die allererste DM war“, meinte Beerberg. Lob und anerkennende Worte gab es auch von der früheren deutschen Meisterin Cathleen Tschirch, die ihre größten Erfolge im LGW-Trikot gefeiert hatte. Sie betreute nun den Leverkusener Nachwuchs.
Doch von dessen dritten Platz im B-Finale in 48,44 Sekunden bekamen die aktuellen LGW-Sprinterinnen schon nichts mehr mit. „Wir sind noch schnell zum Ostseestrand gefahren. Das war doch entspannender als im heißen Stadion“, sagte Beerberg zu der verdienten Belohnung für den DM-Auftritt. mha
