Etienne Diatta (7,22), Toni Pscherer (7,25) und Joachim Peest (7,31) hatten die Vorläufe nur als Aufwärmprogramm genutzt. Dass es ihr einziger Einsatz bleiben würde, ahnten sie da noch nicht.
Eher überraschten zwei Silbermedaillen der LGW-Frauen. Julia Röttinger drehte im 400-Meter-Rennen ihre zwei Runden in 59,26 Sekunden und gewann den Spurt um Platz zwei gegen die Osnabrückerin Siri Kreie (59,30). Nur die Emderin Anna Raukuc (56,72) lief in einer anderen Welt. Zuvor hatte Röttinger auch den 60-Meter-Zwischenlauf erreicht, schaffte in 8,04 Sekunden aber den Sprung ins Finale nicht. Ebenfalls Silber holte Jessica Witzel im Dreisprung. Doch zufrieden konnte sie nicht sein. Nach dem ersten missglückten Versuch pausierte sie wegen Oberschenkel-Problemen. Erst im letzten Durchgang setzte sie alles auf eine Karte und kam auf 11,75 Meter. In Normalform wären die 12,34 Meter der neuen Meisterin Birte Damerius (Rudow) sicher zu erreichen gewesen.
Ein Déjà-vu erlebten die 60 Meter-Hürden-Sprinterinnen der U 20-Jugend. Denn mit Svenja Rieck (Langen/8,69), Nora Dirlam (Wennigsen/8,98) und Marie Holzschuh (9,07) von der LGW gab es genau den gleichen Einlauf wie bei der Niedersachsen-Meisterschaft. Und Holzschuh scheiterte erneut an der angepeilten Neunsekunden-Barriere. „Sie fängt immer erst an der dritten Hürde an, richtig zu laufen. Da fehlen schon die entscheidenden Zehntelsekunden“, kommentierte Landestrainer Björn Sterzel.
Auf der 200-Meter-Runde begnügte sich Holzschuh bereits im Vorlauf mit 25,45 Sekunden und verzichtete auf den Endlauf.
Wie schon bei der Landesmeisterschaft holte Marie Holzschuh auch bei der Norddeutschen in Hamburg Bronze über 60 Meter.
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