69. Internationales Stadionfest (ISTAF) in Berlin mit 220 Weltklassesportlern in 17 Disziplinen.
Zum 7. Mal suchte der Verein Deutsche Talentförderung e. V. den schnellsten Schüler/in in der Altersklasse 11-13 über 50m unter dem Motto: „Deutschland sucht den Supersprinter“
Für die beiden qualifizierten Maja Trivuncic W13 (LG Weserbergland) und Kevin Reid M13 (VfL Hameln) ging es Sonntag früh los. Um 6.00 Uhr ging es mit dem Bus – begleitet von 50 Leichtathletik-Fans Richtung Berlin.
Und das sind die Eindrücke der beiden Sportler:
Um 11.30 wurden die „Supersprinter“ am Olympiastadion in Empfang genommen und die Vorbereitung begann für den großen Auftritt.Zunächst war warten angesagt. Eine Stunde mussten die Athleten in den Katakomben ausharren ehe mit dem Aufwärmen begonnen werden konnte.
„Das war schon ein tolles Gefühl sich auf einen Wettkampf vorzubereiten wenn zeitgleich nebenan eine Ariane Friedrich oder Carolyn Nytra ihr Aufwärmprogramm absolvieren –so Maja Trivuncic“
„Nur Autogramme holen war nicht möglich – die schotten sich total ab.“ Gegen 13.35 ging es über eine Treppe hoch ins Stadion, in einer Reihe marschierten wir ein– ein Kampfrichter vorweg – ins große Olympiastadion.
„Wau – Wahnsinn diese Kulisse – 46512 Zuschauer – o. k. die sind nicht nur wegen uns gekommen, das ist schon beeindruckend.“
Das Kribbeln im Bauch wird immer stärker, die Hände feuchter, das Herz rast.“ Dann geht’s Richtung Startblöcke, Blöcke einstellen, noch mal ein kurzer Start – wie es mein Trainer gesagt hat, Konzentrieren, Tunnelblick aufnehmen, alles ausschalten, einfach nur Laufen, die Atmosphäre aufsaugen und Pure Freude verspüren und Spaß haben auf der blauen Bahn. Dann die Vorstellung der einzelnen Athleten – das war schon cool – als der Name und das Bild auf der großen Videoleinwand zu sehen war – etwas verlegen zwang ich mir ein Lächeln ab und winkte in die vor mir stehende Kamera – okay, meinen Namen hätten sie vorher mal üben können – ist ja auch nicht einfach auszusprechen – Trivuncic - , das war bei Kevin Reid schon einfacher. Die Zuschauer applaudierten bei jedem einzelnen.
Dann bittet der Starter uns in die Blöcke, dann kommt das Kommando „Fertig“ und dann der Schuss. Ich versuche lange unten zu bleiben und dann treten, treten, treten was das Zeug hält. Dann sind wir auch schon im Ziel. Die Zeit blieb bei Maja bei 7,22 sec. Stehen Platz 7 von 9, damit war ich zufrieden. Auch mit dem Lauf. Mein Trainer war auch mit mir sehr zufrieden. Eigentlich hätte man ja langsamer laufen können – um alles noch intensiver zu genießen – aber quatsch – wir sind ja Sprinter.
Bei Kevin blieb die Zeit bei 7,33sec. stehen – er wurde Sechster von Neun. Auch Toni Ruscheinsky war sehr zufrieden mit seinem Schützling.
Nach dem Lauf ging es dann auf der anderen Seite aus dem Stadion wieder raus, d. h. wir drehten noch ein mal eine halbe Runde, wurden von den Zuschauern beklatscht – dann konnten wir auch noch mal unseren Familien, Freunden und Fans zu winken.
Anschließen konnten wir uns auslaufen, bekamen eine Urkunde und ein Erinnerungs- T-Shirt, welches wir natürlich gleich anzogen.
Dieses Event hat uns beiden – und auch den anderen Athleten, die angefeuert haben – sehr viel Motivation gegeben, das ein oder andere konnten wir uns abgucken von den Stars. Wir werden noch selbstbewusster in die nächsten Wettkämpfe gehen.
Anschließend konnten wir die übrigen Wettkämpfe von der Tribüne verfolgen. Auf der Rückfahrt im Bus gab es natürlich viel zu erzählen. So verging die Zeit trotz einiger kleiner Staus auf der Autobahn wie im Fluge. Um 23.00 waren wir dann wieder in Hameln und ein denkwürdiger Tag – den wir nie vergessen werden – ging zu Ende.
Übrigens auch im Einsatz im Olympiastadion als Kampfrichter war Oda Hedemann (ehem. Leichtathletin und Übungsleiterin in der LG) . Sie studiert in Berlin und hat beim Weitsprung Protokoll geführt. Anschließend ist sie mit uns mit nach Hameln gefahren, um ab heute ein Praktikum zu absolvieren.
von Uwe
