Diatta zeigt Juretzko die Hacken
Ein langgezogenes „Etienne“ begleitete den 19-jährigen Nachwuchssprinter der LG Weserbergland Etienne Diatta auf der Zielgeraden beim Sprintcup der Sparkasse Weserbergland im Hamelner Weserberglandstadion bei der inoffiziellen Zeit von 21,97 Sekunden, die nach Auswertung auf 22,00 Sekunden bei unzulässigen 2,2 m/sec Rückenwind korrigiert wurde.
Er zeigte dem amtierenden deutschen Jugendmeister Alexander Juretzko (23,39 Minuten) von der LG Hannover schon ausgangs der Kurve deutlich die Hacken. So schnell war in Hameln schon lange kein A-Jugendlicher, der damit auch schneller als die Männer war, mehr gelaufen. „Ich bin superglücklich über die Zeit, allerdings noch mehr über die anerkannten 10,90 Sekunden über die 100 Meter“, freute sich Diatta im Ziel und strahlte aus allen Knopflöchern.
Nicht weniger glücklich über ihren Sieg war die frühere Wolfsburgerin Karen Piel die trotz Prüfungsstress den Wettbewerb bei der weiblichen A-Jugend in 1:53,31 Minuten vor ihrer Mannschaftskameradin Viktoria Kortegast (1:55,76 Minuten) gewinnen konnte. Den Triumpf der Weserbergländer machte Jana Bartels auf Platz Drei mit 1:58,43 Minuten komplett.
Nicht ganz so weit vorn waren die LG-Sprinter bei der B-Jugend. Mit guten Leistungen wurde Lennart Henze Sechster mit 1:48,65 Minuten in einem starken Feld mit 13 Mitbewerbern. Auch Monja Hahn kam in der gleichen Klasse in 2:02,08 Minuten auf Rang neun.
„Deutlich zu schnell gingen fast alle Läuferinnen und Läufer bei der Wärme und wechselnden Winden den 3000 Meterlauf an“, zog Philip Priebe als kompetenter Beobachter Bilanz nach dem Rennen. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde in 9:02,54 Minuten der 30-jährige Sebastian Hanelt von der LG Göttingen. Zweiter wurde der 11 Jahre jüngere Timo Kuhlmann von der LG Hannover ( 9:17,42 Minuten) vor Christian Giesler vom TSV Kirchdorf (9:24,48 Minuten). Ein gut eingeteiltes und damit starkes Rennen lief nach Priebes Meinung der Ex VfL-Basketballer Tobias Meyer, der am Ende noch zusetzen konnte und in guten 9:50,18 Minuten den fünften Platz erreichte.
„Das war ein gutes Meeting mit starken Zeiten schon am Anfang der Saison“, freute sich LG-Cheftrainer Werner Scharf auch darüber, dass alle von der Sparkasse Weserbergland gestifteten Pokale für die Gesamtsieger aus beiden Veranstaltungen in Bremen und Hameln von LG-Sprinterinnen und Sprintern errungen wurden.
