Leichtathletik (mha). Marie Holzschuh konnte wieder strahlen. „Es wird langsam wieder“, sagte sie erleichtert. Nur Sekunden zuvor hatte sie sich im 60-Meter-Finale der U 20- und U 16-Landesmeisterschaft in Hannover auf 8,05 Sekunden gesteigert und war Siebte bei den U 20-Juniorinnen geworden. „Es werden immer ein paar Hundertstel weniger. Aber 60 Meter sind zu kurz für mich. Im Ziel habe ich weder die Beine gemerkt noch war ich außer Atem“, sagte die Athletin. Sie fühlt sich eher auf der 200-Meter- oder 60-Meter-Hürdenstrecke zu Hause. In Hannover legte sie am zweiten Tag den Sprint durch den Hürdenwald nach. Doch der endete schon an der ersten Hürde. „Da habe ich voll gegengetreten und bin aus dem Rhythmus gekommen“, klagte sie. Platz drei in 9,07 Sekunden war die für sie magere Ausbeute.

Optimal lief es dagegen für zwei weitere Athleten von Coach Werner Scharf. Insgesamt viermal gingen Timon Nasse und Tim Rothmann an den Start. Viermal stellten sie eine persönliche Bestleistung auf. Nasse wurde mit seinen 51,41 Sekunden über 400 Meter sogar Vierter, Rothmann Fünfter im Weitsprung (6,26). Keine Hürde war den Sprinterinnen von Trainer Uwe Beerberg zu hoch. Beim Rennen der W 15-Klasse stellten sie im 60-Meter-Hürdensprint allesamt persönliche Bestleistungen auf. Zwei kamen auch ins Finale. Nach 9,53 Sekunden kam Maja Trivuncic auf Rang fünf, Laura Rösner (9,62) wurde Sechste. Im Vorlauf war die Rangfolge umgekehrt. Aber auch Mara Zielonkas 9,86 Sekunden im Vorlauf, mit denen sie das Finale nur um sechs Hundertstel verpasst hatte, erfreute den Trainer. „Noch nie war sie unter zehn Sekunden geblieben“, stellte er fest. Laura Janosch (9,91) und Lea-Marie Breiler (10,12) komplettierten das schnelle Hürden-Quintett der LG Weserbergland.

Stark war Laura Janosch am zweiten Tag. 10,99 Meter im Kugelstoßen bedeuteten Platz zwei und persönliche Bestleistung. Das gelang auch Trivuncic. Mit 8,19 Sekunden stellte sie über 60 Meter schon im Halbfinale eine persönliche Bestzeit auf, toppte diese mit 8,16 Sekunden und dem Silberplatz im Finale.

Yannik Strunk (LGW) steigerte sich im M 15-Kugelstoßen um anderthalb Meter und wurde Vierter mit 11,27 Metern. In der 4 x 100-Meter-Staffel der U 16-Mädchen setzte sich das Quartett der LG Weserbergland mit Trivuncic, Janosch, Rösner und Zielonka mit 51,90 Sekunden fast gegen alle 17 Teams durch. Nur die LG Nordheide (51,55) landete vor den vier Hamelnerinnen. Louise Liebing vom VfL Hameln reichten bei den W 14-Mädchen 10,35 Sekunden über 60 Meter Hürden nicht ganz zu einem Finalplatz.

Weitere Ergebnisse: U 20 – 60 m: 8. Tim Rothmann (LGW) 7,46 Sekunden (Zwischenlauf: 7,34); M 15 – 60 m Hürden: 5. Yannik Strunk (LGW) 10,15 Sekunden; W 15 – Hochsprung: 5. Mara Zielonka (LGW) 1,54 Meter.
Maja Trivuncic zeigte als Fünfte auch durch den Hürdenwald einen starken Lauf.

Quelle : Dewezet


In Hannover zu studieren, das Laufen in einer schnellen Staffel und eine gute Trainingsgruppe zu finden, waren für den 21-jährigen Kai Ingwersen die Motive 2012 zur LG Weserbergland zu wechseln. Er ist ein echter Schleswig-Holsteiner, der in Husum geboren wurde, in St. Peter Ording wohnt und bisher für die LG Tönning/St. Peter Ording startete. Leichtathletik betreibt er seit 2002, seit 2005 „erst so richtig“ und nennt den Norddeutschen Meister-Titel über 200 Meter 2009 und die Teilnahme an der DM im letzten Jahr seine bisher größten Erfolge. Als aktuelle Bestzeiten hat Kai Ingwersen 10,74 Sekunden über 100 Meter und 21,79 Sekunden auf der halben Stadionrunde über 200 Meter zu Buche stehen.

Von seinem Trainer Werner Scharf erwartet er: „dass er mir mit seinen Trainingsmethoden weiterhelfen kann, dass ich bald über 100m eine Zehntelsekunde schneller werde und ich mich über 200m den 21:50 Sekunden annähere“. Zeit für andere Hobbys bleiben ihm neben dem Studium nicht, denn den Rest seiner freien Zeit füllt die Leichtathletik und erst letzten Sonntag schaffte er bei den Landesmeisterschaften in Hannover den Sprung ins 60m-und ins 200m-Finale wo er in 7,07- und 22,40 Sekunden jeweils Dritter wurde. Nächster Wettkampf ist der Start im 60m- und 200m-Sprint bei den Norddeutschen Meisterschaften am 4. Februar in Hamburg und dort soll auch zusammen mit Etienne Diatta, Sven Lange, Joachim Peest und Toni Pscherer soll über 4x200 Meter die Staffel-DM-Qualifikation gelaufen werden. Zeit genug bleibt bis dahin, das Wechsel-Drama der LG-Sprinter von Hannover zu vergessen.

von manni


Ein echter Thüringer ist der 1991 in Gera geborene Toni Pscherer, der sich seit zwölf Jahren der Leichtathletik verschrieben hat und davor ab dem 4. Lebensjahr dem Schwimmsport frönte. Pscherer studiert in Hannover Pflanzen-Biotechnologien und kommt vom 1.SV Gera mit einjähriger Zwischenstation bei der LG Hannover ab 2012 zur Trainingsgruppe der LG Weserbergland.
„Für mich war das hohe Leistungsniveau, Herr Scharf als sehr guter Trainer und die anderen Jungs der Trainingsgruppe für den Wechsel ausschlaggebend“, erzählt er und fügt hinzu: „alle sind hier sehr stark und motiviert, sie wissen was sie wollen, da möchte ich dazugehören“! Seine größten Erfolge liegen auf seiner Spezialstrecke den 400m Hürden mit 56,00 Sekunden, hierbei hat er sich vor zwei Jahren alle Bänder im Fuß gerissen und im letzten Jahr erst wieder mit dem Training begonnen. Auf die 2011 erzielten 11.20- und 22,80 Sekunden auf der 100- und 200m-Sprintsstrecke will er in diesem Jahr aufbauen sich einige Zehntel verbessern und auch dann wieder auf die 400m-Hürdenstrecke zurückkehren. Die Männerstaffel will er verstärken und denkt, dass der fünfte Platz bei der DM im letzten Jahr noch zu toppen ist. Hobbys zu Pflegen fällt ihm neben dem Studium bei sechsmal Training in der Woche schwer, er trifft sich aber gern abends mal mit den anderen Jungs der Trainingsgruppe.

von manni

(mha). Drei Staffeltitel – so die kühnen Träume bei der LG Weserbergland – hätten es sein können. Doch bei den Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und U 18-Jugend in Hannover platzten zwei. Gold über 4 x 400-Meter blieb am Ende die einzige Ausbeute.


Geplatzt waren die Staffelträume der Frauen schon vor der Meisterschaft. Krankheiten, Trainingsrückstand, Verletzungen – das Quartett trat gar nicht erst an. So ruhten die Hoffnungen auf der 4 x 200 Meter-Staffel der Männer. Doch schon der erste Wechsel hätte bequem Einzug ins Lehrbuch halten können: als Negativ-Beispiel. Joachim Peest war viel zu früh losgelaufen, musste abstoppen, um den Stab von Kai Ingwersen noch im Wechselraum zu bekommen. Noch schlimmer war die Weitergabe an Sven Lange.
Im Durcheinander verloren die Weserbergländer fast die Orientierung. Erst der letzte Wechsel auf Etienne Diatta klappte annähernd perfekt. „Wir wollten die DM-Qualifikation von 1:29,0 Minuten erreichen. Aber so geht das nicht“, sagte der enttäuschte Schlussläufer. 1:31,24 Minuten und Platz drei waren das bittere Resultat.

Erst nach der 4 x 400-Staffel konnte die LGW wieder strahlen. Toni Pscherer, Joachim Peest und Timon Nasse hatten die Vorarbeit geleistet, Diatta als Schlussläufer die Kohlen aus dem Feuer geholt. Gold in 3:28,16 Minuten vor der StG Oldenburg (3:29,24). In den Einzelrennen hatten die LGW-Männer dagegen mehr Erfolg. Im Klassefeld über 60 Meter erreichten gleich zwei das Finale. 7,07 Sekunden bedeuteten für Ingwersen Platz drei, Diatta kam als Fünfter in 7,17 Sekunden an. Auch über 200 Meter kam Ingwersen ins Finale und lief in 22,40 Sekunden zu Bronze.
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Im Duell der Zehnkampf-Spezialisten musste sich Patrick Scherfose im Weitsprung mit 6,86 Metern dem Göttinger Nikolai Peselmann (7,16) geschlagen geben. Vizemeister wurde er eine Woche vor seiner Siebenkampf-DM dennoch. Platz fünf holte er über 60-Meter-Hürden (8,35 Sek.). Bei den Frauen schied Titelverteidigerin Nina Giebel über 60 Meter bereits im Vorlauf aus. Über 200 Meter vertrat sie Marie Holzschuh (LGW) bestens. 25,59 Sekunden brachten der 17-Jährigen Platz vier bei den Frauen. Jessica Witzel holte dann im Dreisprung mit 12,11 Metern den zweiten Titel für die LG. Diana Dienel legte nach Platz vier über 400 Meter (57,72) im 800-Meter-Rennen Rang fünf in 2:17,94 Minuten nach.

Quelle : Dewezet

Patrick Scherfose auf dem Weg in die Zehnkampf-Elite



Seinen Spagat zwischen der Schule und dem Sport hat Mehrkämpfer Patrick Scherfose von der LG Weserbergland mit Bravour gemeistert – mit Erfolgen auf beiden Seiten. Denn nicht nur die Zehnkampf-Bestleistung von 7420 Punkten in seinem ersten Jahr in der Männer-Klasse und damit Platz sechs der deutschen Junioren- und Rang 18 der Männer-Rangliste ging in die Annalen ein, auch sein Abitur baute der 20-Jährige. In der Hallen-Saison hatte Scherfose bereits als Vierter der DM in Frankfurt aufhorchen lassen.
Sein erster Siebenmeter-Satz innerhalb eines Mehrkampfes und der Kugelstoß auf 14,28 Meter waren die Höhepunkte in diesem Hallen-Siebenkampf. „Die Kugel ist in der Männer-Klasse ein Kilogramm schwerer als bei der Jugend. Normalerweise muss man dann mit zwei Metern weniger rechnen. Bei mir war es nur einer“, freut sich Scherfose noch immer über diese Leistung, die er auch im Sommer nicht wieder toppen konnte. Sein Gesellenstück auf dem Tartanoval legt Scherfose im Mai beim Meeting in Bernhausen hin. „Da waren alle Junioren mit Rang und Namen dabei. Immerhin ging es um die drei Plätze für die U-23-EM“, erinnert sich Scherfose. „Das war ein absoluter Topwettkampf. Ich habe sechs persönliche Bestleistungen aufgestellt.“ Nur im Speerwurf fehlten bei nur 47 Metern Punkte. „Aber an die drei Ersten, die dann zur EM gefahren sind, wäre ich nie herangekommen. Die hatten alle über 7700 Punkte.“ Als letztes Saisonhighlight stand dann die DM in Vaterstetten auf dem Programm. Und hier offenbarte Scherfose ganz neue Qualitäten. Denn nach nur Platz sieben am ersten Tag zeigte er seinen früher manchmal vermissten Biss und kämpfte sich getreu dem Motto: „Jetzt erst recht“ noch einmal auf DM-Rang vier vor.

Quelle : Dewezet

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